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Nämlich hier. „Australiablog“ passt einfach nicht mehr zu den Inhalten.

 

Erst mal sterben – dann wird jeder, aber wirklich jeder, plötzlich zum „Top Bloke“. Sogar einer vom Schlag eines Jörg Haider. Das haben die australischen Chaser-Boys schon vor über einem Jahr sehr treffend in einem Song festgehalten.

 

Pietät hat eine stärkere Zensurwirkung als die Jugendschutzbehörde. Pietät ist widerlich.

So, der Titel gefällt. Er verleiht diesem Beitrag mal die angemessene pathetische Schwere.

Robinson geht einmal davon aus, dass höchstens ein sehr, sehr, sehr isolierter Teil der Menschheit bis jetzt noch nichts von der Finanzkrise gehört haben könnte. Vielleicht die glücklichen Völker auf den Andamanen, der eine oder andere Polynesier im Pazifik, vielleicht ein paar dutzend Bewohner des Amazonas-Regenwalds, oder vereinzelte Pygmäen in Afrika. Ja, vermutlich gibt es auch Entführungsopfer, die von irgendwelchen Rebellen irgendwo festgehalten werden und die somit keinen Zugang zu TV, Radio, Zeitung oder Telefon haben.

Doch Robinson vermutet, dass sogar von diesen Leuten die Mehrheit nun mitgekriegt hat, dass es so mächtig knarrt, ächzt und knirscht im Gebälk der Weltwirtschaft. Dass, wie „Der Spiegel“ es ausdrückt, alle Angst vor der Angst haben, die in eine ökonomische Abwärtsspirale sondergleichen führt.

Schon seit ein paar Wochen fragt sich Robinson, wann sich denn die virtuellen Nachrichten ganz konkret auf sein eigenes, echtes Leben auswirken werden. Dieser Zeitpunkt war heute.

„Guten Tag, hier ist Robinson aus Zürich. Ich habe soeben ein paar Artikel über Ihre Bank gelesen. So wie es aussieht haben Sie Gläubigerschutz beantragt, und alle Konten Ihrer Schweizer Kunden eingefroren. Ich muss Sie leider informieren, dass wir in solchen Fällen unseren Service per sofort einstellen, da wir nicht mehr damit rechnen können, dass unsere Rechnungen bezahlt werden. Es tut mir leid. Ich hoffe, dass alles wieder in Ordnung kommt, und dass wir in Zukunft wieder zusammen arbeiten können. Trotz dieser unschönen Nachricht wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.“

Robinson fand das Gespräch ausserordentlich belastend. Er glaubte durch den Telefonhörer direkt zu vernehmen, wie jemandem gerade der Kopf brummte. Wie eine Welt da draussen soeben zusammengefallen ist (nicht wegen der kleinlichen Hiobsbotschaft von Robinson, die war höchstens noch das Tüpfelchen auf dem i).

Robinsons Gesprächspartnerin war nur noch ein müder Schatten der energischen, von sich selbst und ihrer Firma überzeugten Person, als die er sie kennen gelernt hatte. Für sie war heute der Super-GAU schlechthin passiert. Obwohl wir alle wissen: Das ist nicht das Ende der Krise. Das war der Anfang.

Wenn sie in ein paar Jahren vorbei ist, wird die Welt nicht mehr so sein wie bisher. Hoffen wir, sie werde besser sein.

Robinson fand sich letzthin wieder einmal furchtbar inkonsequent. Obwohl ihm die FDP ein Gräuel ist, würde er sich ja als Liberaler, bezeichnen. Als einer, dem Freiheit wichtig ist. Einer, der es doof findet, wenn alles vorgeschrieben, und vorreglementiert ist. Denn man ist kreativer und fühlt sich wohler, wenn man selber entscheiden darf, was man mit seinem Leben anstellt. Beispiele, weshalb sich Robinson meist als Liberalen bezeichnet, sind: (mehr…)

Da hat ein Junge aus Sydney eine zynische Idee gehabt. Ist zwar nicht illegal, aber nach allgemeinem Verständnis irgendwie falsch, ja sogar verbotener als so manches, das auch nach dem Buchstaben des Gesetzes verboten ist.

Und zwar hat der 21-Jährige ein mini-Computergame programmiert, in dem der Spieler in die Haut des Virginia Tech-Massenmörders Cho Seung-hui schlüpft und dessen Schiesswut nachspielt.

Das Spiel «VTech Rampage» hat er unter dem Nickname «Master PiGPEN» auf die Upload-Seite Newgrounds hochgeladen. Von da wurde es inzwischen entfernt, aber auf seiner eigenen Seite ist es immer noch zu finden.

Der Programmierer schreibt, er werde das Spiel von Newgrounds entfernen, wenn er US$1000 gespendet erhält, von seiner eigenen Seite, wenn er US$2000 erhält, und er werde sich entschuldigen, wenn er US$3000 auf sein Paypal-Konto einbezahlt erhält. Nachzulesen hier.

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Nachtrag: Sorry, habe vergessen den Link zum Sydney Morning Herald zu setzen. Hole das hiermit nach mit einem Update und einer Korrektur. Das Game ist immer noch auf Newgrounds, doch die persönliche Website des Programmierers wurde vom Netz genommen.

 

Wellington: Die Polizei untersucht das plötzliche Verschwinden eines Schweizer Touristen in Hamilton.

 

Robinson würde ja gerne darüber einen bissigen Kommentar abgeben. Aber der wäre nicht lustig, nur geschmacklos. Sobald der Mann oder die Frau wohlbehalten wieder auftaucht, kann die Disserei anfangen. (mehr…)

Obschon diese Meldung in Australien nur ein einziges Mal durch den Äther ging, findet Robinson die Geschichte so unglaublich amüsant, dass das Thema hier ganz an den Anfang gehört. Schweizer Christen fordern den Rückzug des Schweizer Beitrags zum Eurovision-Songcontest.

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Oster-Stöckchen

 

Der Osterhase hat sein Nestchen dieses Jahr bei Pipollina versteckt. Zeitgemäss wie der Nager ist, hat er darin ein Stöckchen verborgen. Robinson versteht, dass die Osterschoggi und andere Köstlichkeiten verdient werden müssen. Seine Gedanken wie folgt. (mehr…)

Die australischen Medien haben erwähnt, dass Zürich die lebenswerteste Stadt der Welt sein soll. Das wurde eher ungläubig kommentiert. Diejenigen, die Zürich aus eigener Anschauung kennen, sagten, die hätten sich schier zu Tode gelangweilt dort. Einige wollen in einem Park ganz unschweizerische Tätigkeiten wie Zigarettenstummeleinfachachtlosaufdenparkbodenschmeissen beobachtet haben. Aber die Schweiz ganz allgemein wird wohl schon was für sich haben. Immerhin hat Pipollina hoch offiziell beschlossen, dereinst wieder dort leben zu wollen.

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So liebe Kinderchen, hier wieder einmal Nachrichten aus Australien, also genau genommen aus der Schweiz aber berichtet in Australien und daher Meldungen aus Australien darstellend.

 

TV-und Radionachrichten im ganzen Land: Das Aussenministerium bestätigt, dass ein 31-jähriger aus Melbourne (der eigentlich in London lebte) bei einem Snowboard-Unfall in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen ist, und hilft bei der Repatriierung der Leiche. (mehr…)

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