Wellington: Die Polizei untersucht das plötzliche Verschwinden eines Schweizer Touristen in Hamilton.
Robinson würde ja gerne darüber einen bissigen Kommentar abgeben. Aber der wäre nicht lustig, nur geschmacklos. Sobald der Mann oder die Frau wohlbehalten wieder auftaucht, kann die Disserei anfangen.
Melbourne: In einer Diskussion über Gesundheit sagt eine Fitness-Expertin beiläufig, dass sie gerne nach Spanien, Frankreich oder in die Schweiz reisen würde.
Die Schweiz als Reiseziel für Fitness-Freaks? Die muss wohl das dringende Bedürfnis verspüren, an den Geburtsort des Müslis zu pilgern. Robinson sieht schon ganze Krippenspiele vor sich, komplett mit Dr Bircher, den heiligen drei Patienten mit Verdauungsproblemen, dem Hafer, dem Joghurt und der Sultanine. Birchers Kreatur, halb Gott, halb Nahrungsmittel, verwandelte unnötige «Ballast»-Stoffe in essentielle «Nahrungs»-Fasern. Alle Anhänger des Fitness-Kultes sollten einmal im Leben an den Weltmüslitag in Dr Birchers Klinik reisen, dem wichtigsten aller Wallfahrtsorte, noch vor Bondi Beach.
Hobart: Eine junge tasmanische Person steht an der Spitze der australischen Delegation an die Weltversammlung zur Strassensicherheit in der Schweiz.
Strassensicherheit gibt es erst wenn es keine Autos mehr gibt.
Im ganzen Land: Rafael Nadal besiegte den Schweizer Roger Federer.
Gut für Rafael. Roger darf auch mal verlieren.
Sydney: Während einer Diskussion darüber, was man alles auf Flugzeuge mitnehmen darf und was nicht redet einer über ein Schweizer Armee-Sackmesser, das ihm abgenommen wurde.
Dieser Mann hat beunruhigend lange gebraucht, um zu merken, dass nicht nur Haargel auf Flugzeugen verboten ist, sondern auch gefährliche Gegenstände. Wie Kettensägen oder eben Taschenmesser.
Wellington: Das Schweizer Management des Americas Cup an der Küste von Valencia steht im Kreuzfeuer der Kritik.
Weshalb hat niemand gesagt. Interessant ist ja, dass der Americas Cup nicht in Amerika stattfindet und auch nicht von Amis gemanagt wird.
Wellington: Mehrheitsaktionärin der Schweizer Firma SIG ist jetzt die Rank Group des Neuseeländers Graham Hart.
Dann sind die lustigen Massaker-Spielzeuge Schweizer Armee-Sturmgewehre von jetzt an dann also aus gutem neuseeländischem Haus.
Sydney: Sechs australische Erfinder haben an einer internationalen Erfindermesse in der Schweiz teilgenommen und dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze abgeräumt. In einem Interview sagt eine der Gewinnerinnen, das Event sei die Olympia der Erfinder.
Die messen dann also, wer am schnellsten über 100 Meter erfindet. Ein Französischer Staatsangesteller soll dieses Jahr scheints den Weltrekord im Hürden-Erfinden gebrochen haben.
Melbourne: In einem Gespräch über Gesundheit schwört eine Anruferin auf Vitamin-Präparate wie Swiss Formula, um den Körper nach einer Chemotherapie wieder aufzupäppeln.
Bitte melden wenn dieses Produkt wider Erwarten in der Schweiz erhältlich sein und Absatz finden sollte. Wetten, dass das selbe Produkt in der Schweiz unter anderem Namen verkauft werden müsste? Swiss Formula klingt für Schweizer einfach nicht überzeugend genug. Da müsste schon eher etwas her wie Chemo-Vit oder QuikRecov, oder meinetwegen «Dr Bircher’s [ja aber sicher doch mit Apostroph] Wunderpastillen» aus der Drogerie Latterbach.
Ballarat (Victoria): Die Schweizerisch-Italienische Fiesta in Hepburn Shire führt einen Wettbewerb um die beste Pastasauce durch. Der Ansager plaudert ein wenig über seine lieblings-Pastasauce.
Schweizerisch-Italienisch? Da ist ja wohl klar welche Pasta-Sauce das Rennen macht: Maggi.
Brisbane: Das Massaker in Virginia und die Berichterstattung darüber führt zu einer Diskussion über das Niveau der Medien. Einer der Ansager sagt, dass sieben der elf schlimmsten Massaker aller Zeiten in Ländern mit laschen Waffengesetzen, wie die Schweiz und die USA, stattgefunden haben.
Adelaide: Nach dem Massaker in Virginia stehen Waffengesetze im Rampenlicht. Die Moderatorin sagt, dass jeder Schweizer Armee-Reservist die Waffe zu Hause aufbewahren muss.
Die Schweiz und Waffen. Das war letzte Woche ein wiederkehrendes Thema. Angefangen bei den Sackmessern, über SIG und jetzt die lasche Gesetzgebung und das obligate Gewehr unter dem Kopfkissen. Das was wir Schweizer so tun wird eben andernorts nicht gerade als normal angesehen.
Wellington: Speed Skaterin Nicole Begg lässt sich zu ihrem Entschluss interviewen, mit Nacktfotos ihrem Sport mehr Bekanntheit zu verschaffen. Sie machte die Fotos zuerst für ein Schweizer Magazin und beschloss dann, die Fotos auch für die Veröffentlichung in Neuseeland freizugeben. Das Telefoninterview gibt sie von der Schweiz aus.
Nein, Robinson wird diese Fotos nicht posten und wird auch keinen Link setzen. Da müsst ihr schon selber Googeln. Ist nicht sooo spektakulär, liebe Voyeure.
Perth: Der stellvertretende Moderator interviewt den eigentlichen Moderator, der zur Zeit in den Ferien in der Schweiz ist, und bei einer Hochzeit dabei war.
Na das sind ja spassige Ferien in Übersee, von wo man dem Stellvertreter helfen muss, die Sendezeit irgendwie zu füllen.
Melbourne: Die Moderatoren diskutieren eine Studie, in der Australien an zwölfter Stelle figuriert fürs Liebemachen. Australien liegt hinter der Schweiz. Einer der Ansager sagt, er hätte erwartet die Schweiz wäre eines der ödesten und unhöflichsten Länder. Australier haben 106 mal im Jahr Sex.
Bitte erklären, liebe Schweizer! Was geht bei euch zu Hause genau ab?
Cairns: Interview mit Daniela Calfella (phonetische Schreibweise), Schweizer Austausch-Schülerin, die in Nord-Queensland Rinderzucht studiert. Sie berichtet, wie die Schweizer Rinder halten.
Irgendjemand muss ja auch Rinderzucht studieren, das braucht’s auch.
Donnerstag, 26 April 2007 at 12:53
hilarious my love!