Robinson really intended to write an English post this time – to balance things out, as this blog has an increasing tendency towards the German language. But the English-speaking blogosphere was so quick to comment on the Howard-Obama story, which is Robinson’s issue for the day, that there is not much benefit in adding yet another English voice to it. So once more: A German post on an Australian issue. Or an American issue. Or an Iraqi issue. Or…well an issue that interests some people. People like Robinson.

 

 

«So, Ihr lieben. Euer Märlionkel wird euch jetzt die Geschichte von der Wahrheit erzählen. Die Wahrheit hat die englischsprachige Blogosphäre schon erreicht, gerne gebe ich dieses wertvolle Wissen nun auch an die Nordhalbkugel weiter.

 

 

Die Wahrheit haben wir vom grossen Propheten John Howard, seines Zeichens australischer Premierminister, gelernt. John hatte also eine Erleuchtung, oder Eingebung. Die sagte ihm folgendes: Die Mitglieder von Al-Kaida im Iraq malen sich zur Zeit gerade einen dicken Kreis in die Agenda, einen Kreis um März 2008. Und sie beten – mehrmals am Tag, schliesslich sind die ja Moslems – sie beten also dafür, dass generell die Demokraten und speziell Barack Obama in den USA die Wahlen gewinnen. Ja das tun die, die Terroristen.

 

 

Keine Zeit mehr zum Kämpfen, zum Basteln an einer Bombe, oder einer Rakete, zum Waffen Kaufen und Verkaufen, zum Flugzeuge Entführen oder zum – na was Terroristen halt den lieben langen Tag so machen. Nein, jetzt wird gebetet, und zwar nicht um irgend jemandes Seele zu retten sondern um Barack Obama ins Weisse Haus zu bugsieren. Ganze Bataillone von Betenden sollen schon gesichtet worden sein, ein Meer von Frommen, die sich nun nicht mehr gen Mekka richten sondern nach Washington und Allah inbrünstig bitten, doch bitte Obama zu wählen, falls er (also Allah) auch wählen geht.

 

 

Howard hat mit seiner Weisheit auch den Grund durchschaut, warum zur Zeit so viele Gebets-Salven nach Amerika geschossen werden: Obama ist eigentlich Osama. Wenn DER Präsident wird, zieht er die Truppen aus dem Irak ab, und dann können die Terroristen nach Lust und Laune kämpfen, Bomben und Raketen basteln, Waffen kaufen und verkaufen, Flugzeuge entführen und überhaupt ungestört ihrem Tagesgeschäft nachgehen.

 

 

Und ausserdem ist Obama schwarz. Und sein Mittelname ist Hussein. Und er ist mal in eine islamische Schule gegangen. Klar wird der sich, nachdem er die Truppen zurückbeordert hat, einen Sprengstoffgürtel umschnallen und dann mitten im Weissen Haus in die Luft jagen. Das hat John Howard zwar nicht gesagt, aber das ist ja logo, kann sich jeder denken.

 

 

Wer solche Wahrheiten spricht,» sagt Robinson, «sollte sich eigentlich nicht rechtfertigen müssen vor den eigenen oder den amerikanischen Wählern. Welch infame Unterstellung, John habe nur Angst vor einem amerikanischen Rückzug, weil er dann blöd dastehen würde, nachdem er seinem Kumpel George blind in den Krieg gefolgt ist und zu Hause immer wieder verzapft hat, es sei jetzt ganz wichtig im Irak mitzuhelfen. Welch böse Provokation von Seiten Obamas, John möge doch das Mini-Kontingent Australier, die in den sichersten Regionen des Iraks stationiert sind, aufstocken und so die sich zurückziehenden Amerikaner ersetzen, wenn er so überzeugt ist von der Sache.» Robinson möchte John aufmuntern: «Danke John, danke dass du mir die Augen geöffnet hast. Und WIE ich dich wählen werde, Volltrottel!»